Im tiefen Blues

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Der Münchner nahm es freilich gelassen und mit Humor, gerade so wie es eben ist, weil es ohnehin nicht zu ändern war: „Schee, dass olle do sads..!“Gestimmt hat allerdings die Qualität des Vortrags. Der Liedermacher bringt im Dialekt die Stimmungsbilder, die Emotionen und Empfindungen dieser unverwechselbaren Stilrichtung, deren Geburt 1912 einem William Christopher Handy zugeschrieben wird, mit seiner Slide-Gitarre richtig gut zur Geltung. Schorsch Hampel hat ein feines Gespür für die ganz spezielle Akustik und Individualität des Blues, dem kreative Persönlichkeiten wie B. B. King, John Lee Hooker und Robert Leroy Johnson das Tor zur weltweiten Popularität geöffnet haben. Diese fähigen Komponisten haben auch die Protagonisten des Rock maßgeblich beeinflusst. Die Rolling Stones zum Beispiel, Eric Clapton und Bob Dylan. Die Zeit zum Zuhören, deren Wert Schorsch Hampel gleich am Anfang bekräftigte, die Zeit zum Erzählen und zum Verweilen hätten sich am Samstag jedoch mehr nehmen sollen.

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