Mähnenwind und Kolpingtheater-Kinder: Dollinger

Um Leib und Ehr

"...und dass dem Teufel die Seele werd!"

 

Irgendwie kennen wir ihn ja alle schon: den Dollinger, der auf dem Regensburger Haidplatz gegen den großen bösen Fremden gekämpft hat; den mutigsten der Regensburger Ritter Da wird es doch Zeit, mal wieder einen Blick auf ihn zu werfen; mit einer Prise Humor; einem Quentchen Ironie; und vielleicht rutscht uns sogar noch ein Funken Weisheit mit hinein.

Ritter Dollinger also sitzt im Kerker, und auf dem Haidplatz ist ein Geist aufgetaucht; ein Geist in Pferdeform, mit einem dunklen Reiter auf dem Rücken; und ebendieser Reiter nun, der soll ein Turnier gefordert haben, ein Stechen gegen die Regensburger Ritterschaft; aber irgendwie findet sich da niemand, der sich der großen Aufgabe gewachsen fühlt- und so fällt die Wahl des Königs auf Ritter Dollinger; der allerdings gar keine Lust dazu hat.

Dollinger könnte sich gut vorstellen, im Kerker zu bleiben, wo es ihm an sich gar nicht so schlecht geht; sicher, er hat ein paar Probleme mit seiner übergriffigen Mutter und dem leicht verklärten Kerkermeister, aber all das ist leichter zu ertragen, als ein gefährliches Stechen gegen einen verzauberten Fremden.

Leider allerdings fragt keiner den Dollinger nach seiner Meinung, und so findet er sich bald schon widerwillig auf dem Rücken seines Pferdchens wieder, mit der Lanze in der Hand, um gegen den dunklen Fremden anzureiten; und schon langsam fragt er sich, ob die Sache wohl gut für ihn ausgehen wird....

Ort: Schlosshof

Zurück