Aktuelles 2015

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Das Projekt Musikbrücke 2015 spannt einen musikalischen Bogen zwischen der Stadt Wörth a. d. Donau und der westböhmischen Stadt Tachov.

Am 05.06.2015 traten die beiden Künstlerinnen Edita Keglerová und Ivana Bilej Brouková hier in Wörth a.d.Donau bei dem Konzert in der Ziegelei Senft auf. Und am Montag, 28.09.2015 findet um 18.00 Uhr in Kino Mže, Tachov (Hornická 1695), Tschechien, der Gegenbesuch mit dem Gerwin Eisenhauer Trio (Gerwin Eisenhauer, Kulturpreisträger der Stadt Regensburg (Drums), Andreas Blüml (Gitarre), Christian Diener (Bass)) statt. Der Eintritt ist frei!

Die Abfahrt nach Tachov ist für den späten Vormittag geplant, nachmittags Besuch der Stadt Pilsen und abends geht es zum Konzert. Die Fahrtkosten richten sich nach der Teilnehmerzahl.

Das Konzert ist Teil des Begleitprogramms für Pilsen – Kulturhauptstadt Europas 2015 im Rahmen des Dachprojekts Musikbrücke 2015.

Sollten Sie an einer Fahrt nach Tachov und Pilsen interessiert sein, bitten wir Sie sich bis zum 10.09.2015 unter Tel. 09482 94 03 22 (Fr. Dexl) oder per E-Mail: vg.woerth@realrgb.de zu melden.

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Am Dienstagabend kamen mehr als 200 Zuhörer in den Wörther Schlosskeller, um dem großen Sommerkonzert der Musikschule beizuwohnen. Und sein Kommen brauchte niemand zu bereuen, denn das altehrwürdige Gemäuer wurde mit wohlklingenden Tönen [...] erfüllt.

Thomas Stoiber, der musikalische Leiter der Wörther Musikschule, freute sich besonders darüber, dass er diesmal sehr viele Ensembles präsentieren konnte, obwohl das aufgrund der verschiedenen Stundenpläne nicht ganz einfach zu bewerkstelligen sei. Die Musikschüler im Alter von fünf bis über 60 Jahren präsentierten sich in Hochform. Es wurde gesungen und an verschiedensten Instrumenten musiziert. Mehr als 70 Musikschüler brillierten an Gitarren, an verschiedenen Flöten, Hackbrettern, mit der Steirischen, an Klarinetten, Trompeten, am Akkordeon, am Keyboard, am Schlagzeug, am Saxophon oder am E-Bass. Die Schüler wurden von Helmut Altmann, Klaus Fischer, Ines Peringer, Irma Donath, Evi Ruidisch, Sabine Schwedt, Thomas Stoiber und Markus Weigert unterrichtet und auf das Sommerkonzert bestens vorbereitet.

[...] Abschließend sang Elisabeth Keil mit einer Band das Lied „Ein Kompliment”. Und ein solches haben sich alle Sänger und Instrumentalisten des Abends auch redlich verdient.

Nach dem Konzert, das rund eine Stunde dauerte und bei dem sehr viele kleine Schüler mit dabei waren, ging es im Innenhof des Schlosses weiter. Dort gab es auf Spendenbasis kühle Getränke und eine kleine Brotzeit zu erstehen. Für die musikalische Umrahmung und für einen geselligen Ausklang des gelungenen Abends sorgten die Youngsters, das Blasmusikensemble der Musikschule, unter der Leitung von Georg Kulzer. [...]

[Donau-Post, Schmautz]

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Jahrzehnte lang schlummerte die Ehrenbürger-Urkunde von Anton Haag im Verborgenen. Vor kurzem wurde sie wieder entdeckt. Walter Groß überreichte am Montag bei seinem Vortrag über die Glasbildersammlung von Anton Haag das Kleinod an stellvertretenden Bürgermeister Josef Schütz. Dieser sicherte zu, dass die Urkunde mit Jugendstilmotiven – vermutlich eine Lithographie – einen Ehrenplatz erhalten wird. Die rund 250 gezeigten Aufnahmen kamen beim Publikum im vollen Bürgersaal sehr gut an. Viele Besucher konnten dem Referenten wichtige Hinweise geben, wo die Aufnahmen aus der Zeit von etwa 1909 bis in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts entstanden.[...]

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Stadt ein „kultureller Leuchtturm“ im Landkreis

Unterhaltsame Feierstunden zum zehnten Geburtstag von „K.i.W.“ Dr. Thomas Feuerer bescheinigt „tolle Arbeit“

 

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Von enormer Bedeutung ist es, die Geschehnisse in unserem liebenswerten Städtchen Wörth in der Zeit während des Dritten Reiches zu dokumentieren und zu verstehen. Wir sollten die Zeit nutzen, da Zeitzeugen immer schwerer zu finden sind“, begann Lena Solleder aus Tiefenthal ihre aufschlussreichen Ausführungen, die sie im Rahmen ihrer Zulassungsarbeit ihres Staatsexamens verfasste. Dieses Thema lockte gut 100 Zuhörer am Samstagabend in den Bürgersaal, auffallend war die große Anzahl junger Menschen, die Interesse an diesem auch heute noch heiklen Thema zeigten. Dank zollte die Referentin den Zeitzeugen Franz Senft, Maria Baumgartner, Rupert Reiger, Erich Schöberl und den Schwestern Paula Zimmerer und Leni Büchele.

Als Adolf Hitler im Jahre 1933 die Macht in Deutschland übernahm, veränderte sich auch in Wörth einiges. Die NSDAP-Ortsgruppe wuchs kräftig an und bestimmte von da an die Geschehnisse. Am Samstag, 11. März 1933, wurde neben der Fahne Schwarz-Weiß-Rot und der bayerischen Fahne auch die Hakenkreuzfahne auf dem Rathaus gehisst. Im Sitzungssaal des Rathauses wurde je ein Bild des Reichspräsidenten von Hindenburg und des Reichskanzlers Hitler aufgehängt; ferner wurde beiden Personen das Ehrenbürgerrecht der Marktgemeinde angeboten.

Auch Straßen wurden umbenannt. Der Rathausplatz wurde in Horst-Wessel-Platz umbenannt und der Bereich Bahnhofstraße vom Marktplatz bis zum Bahnhof und bei der Sandstraße wurde zur Adolf-Hitler-Straße.

Ein Reichsarbeitsdienstlager mit 216 Mann wurde im Schloss Wörth einquartiert, um dem Ort wirtschaftlichen Aufschwung zu bringen. Der Arbeitsbereich umfasste infrastrukturelle Maßnahmen wie den Bau der Donaubrücke Wörth-Pfatter, den Ausbau der Straße nach Hungersdorf sowie das Legen von Gleisen. Das Arbeitsdienstlager unter Führung von Müllhofer nahm den Bau einer Verkehrsstraße von Wiesent über Dietersweg nach Aumbach ins Visier. Zum 1. Oktober 1935 wurde das Arbeitsdienstlager aufgelöst. Laut einem Zeitungsbericht bestand zur Bevölkerung ein gutes Verhältnis.

Die zahlreich neu geschaffenen Ortsgruppen veränderten das gesellschaftliche Leben in großem Maße. Die Hitlerjugend, der Bund Deutscher Mädchen, die SA und SSl, das wohl effektivste und gefährlichste Machtinstrument der NS-Diktatur, sollte die politische Denkweise kontrollieren.

[...]

Umgang mit Fremdarbeitern

Auch in Wörth gab es zahlreiche „Fremdarbeiter“, die zwangsrekrutiert wurden und in Industrie und Landwirtschaft eingesetzt waren. Ihnen waren polizeilich überwachte bestimmte Lebensführungsregeln auferlegt. Verstöße konnten mit Arbeitsdienst- oder Konzentrationslager geahndet werden. Auch in Wörth gab es immer wieder Menschen, die den Ausgegrenzten Hilfe anboten. Ein Brauereibesitzer gab seinen zugeteilten Polen Bier zu trinken und stellte ein geheiztes Zimmer. Auch soll er mehrere Polen und ausländische Arbeiter vor Gestapo/KZ bewahrt haben.

Bei manchen ging das Verhältnis jedoch weit über die Solidarität hinaus. In Wörth und Umgebung ereigneten sich zwei dokumentierte Fälle von „Verbrechen Liebe“. Von anderen Einwohnern gemeldet „Verkehr mit einem polnischen Fremdarbeiter“ zu haben, wurde die Kriegswitwe Emma Pex aus Tiefenthal, nachdem sie mehrfach flüchten konnte, für ein Dreivierteljahr in das Frauen-KZ Ravensbrück gebracht. Ihr Partner wurde zusammen mit zwei weiteren Kameraden, die von der Beziehung wussten, im KZ Flossenbürg erhängt.

Kirchlicher Widerstand

Die Katholische Kirche galt unter den Nationalsozialisten als „Störfaktor“, wenn nicht gar als Gegner. Doch einige Wörther widersetzten sich einem solchen menschenverachtendem System. Pfarrer Wolfgang Schleich, Obmann der katholischen Verbände, stellte sich Hitlers Herrschaft entgegen, auch konnte man die Sichtweise des Pfarrers an seinem Einsatz für die katholischen Verbände wie die Weiße Rose, DJK und katholischen Burschenverein erkennen. Dies führte regelmäßig zu Beschwerden und Klagen gegen ihn. Bereits am 24. April 1934 sollten jegliche konfessionellen Verbände in der Gemeinde Wörth verboten werden. Laut Obersturmbannführer war dies dringend nötig, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten. Der katholische Jungmädchenverein sowie der katholische Jungmännerverein waren trotz Verbotes weiterhin recht aktiv, was mehrere Übertretungen der nationalsozialistischen Anordnungen und Anzeigen wegen unerlaubter Zusammenkünfte belegen. „Während meiner Recherchen musste ich leider erkennen, dass das Thema ,Das Dritte Reich’ in Wörth immer noch sehr heikel ist. Einige nannten mich mutig, dennoch freuten sich die meisten der Zeitzeugen über die Aufarbeitung des Themas.

[Donau-Post, Beate Geier]