Allegro con Anima

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Allegro con Anima

Serenade mit Stil.

Der feine Vortrag am Samstag im Rittersaal des Wörther Schlosses war ein echter Genuss, ein akustisches Erlebnis. Die Faszination der hohen Tonkunst vermittelte den versammelten und beeindruckten Gästen das Regensburger Klassik-Vokal-Ensemble „Allegro con Anima" mit dem Wörther Geschwisterpaar Franziska und Thomas Holl.

Mit viel Gefühl und spürbarer Freunde an den hochwertigen Werken erwies die Gruppe mit ihrer Leiterin Natalie Hofmann am Flügel bei ihrer Premiere in der Stadt großen Künstlern die Referenz. Melancholisches Liedgut wechselte mit romantischen Akkorden und heiteren Melodien. Die „Polonaise" des russischen Meisters Pjotr Tschaikowski eröffnete einen Abend, der eine gute Gelegenheit bot, für einen Moment den Alltag auszublenden. Alle Beiträge waren eine Inspiration, eine Einladung, zu entspannen und von unbeschwerten Sommertagen in südlichen Gefilden zu träumen. Der Bogen der Kompositionen spannte sich von der Huldigung „Solo Amore" (Johann Sebastian Bach) und der musikalischen Beschreibung der Herbststimmung von Felix Mendelssohn-Bart-holdy bis zu einer schwärmerischen Erinnerung von Jacques Offenbach im Opus „Barcarole" an eine unvergessliche Nacht im Venedig des 19. Jahrhunderts. Mit Walzerkönig Johann Strauß luden die 14 Sängerinnen und Sänger noch ein zu einem Aufenthalt an der schönen blauen Donau und zu einer geselligen Runde „Im weißen Rössl" (Eduard Künneke).

Zum Abschluss bekam das Publikum, das sich beim Ensemble mit anerkennendem Beifall für diese bemerkenswerte Serenade bedankte, noch einen Eindruck von der Qualität einer ungarischen Operette, mit der das Vokal-Ensemble im Juli nächsten Jahres das Bürgerfest einleiten wird. Auszüge aus Emmerich Kalmans „Die Csardasfürstin" rundeten ein besonderes Ereignis im Rahmen des Wörther Kulturprogramms ab.

[Donau-Post; Sepp Raith]

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