Apfel(ver)führung mit der Stadt(ver)führung - Vom Apfel zum Saft

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Apfel(ver)führung mit der Stadt(ver)führung - Vom Apfel zum Saft

Saft aus eigenen Äpfeln schmeckt halt besser

OGV-Vorsitzender Siegfried Stadler erklärte Interessenten neue Kelterei in Oberachdorf.

Am Samstag lud der OGV, im Rahmen des „K.i.W.“-Programms „Stadt(ver)führung“, in die vereinseigene Kelterei in Oberachdorf ein. Trotz des Regens fanden sich einige Interessenten ein, die gespannt den Ausführungen von Vorsitzendem Siegfried Stadler lauschten.

Zu Beginn der Führung lobte zweiter Bürgermeister Josef Schütz das hervorragende Engagement des OGVs. Die Kelterei sei nach dem Schlosskeller schon das zweite Projekt, dem sich die Mitglieder annähmen. Einen Einblick in den Ablauf des Pressens gab Vorsitzender Siegfried Stadler. Die Kelterei, die rund 50000 Euro kostete, sei seit letztem Jahr in Betrieb. „Die Nachfrage war bereits im vergangenen Jahr schon so groß, dass wir gar nicht alle Interessenten bedienen konnten“, so Stadler.

Die ehrenamtlichen Arbeiter pressen an den Wochenenden im Herbst. „Wir verwenden nur reife Äpfel, das kann schon auch Fallobst sein, solange es richtig reif ist“, erklärte er weiter. Dann ging es an die etwa 25000 Euro teure Anlage. Die Äpfel kommen zunächst in einen Trichter, dort werden sie gewaschen, bevor sie von einer Schnecke im Inneren der Maschine zur Mühle nach oben befördert werden. Der entstandene Brei wird dann in Tücher gewickelt und, mit jeweils einem Rost dazwischen, gestapelt. Anschließend presst ein Stempel mit etwa 30 Tonnen den Saft aus dem Brei. Der Saft wird hier zum ersten Mal gesiebt, bevor er durch einen Filter in die bereitstehenden Behälter läuft. Hiervon besitzt die Kelterei zwei. „So können wir immer zwei Kunden gleichzeitig bedienen“, erklärte Stadler diesen Umstand.

Der Saft wird dann auf 78 Grad Celsius erhitzt. Bei dieser Temperatur gärt der Saft nicht mehr, aber die Vitamine bleiben noch erhalten. „Wenn der Saft zu heiß gekocht wird, merkt man das auch. Dann schmeckt er nach Apfelmus“, so Stadler. Zum Schluss wird der noch heiße Saft in Beutel abgefüllt. Dazu werden diese auf eine Waage gelegt. Das Ventil schließt dann automatisch, wenn der Beutel ein bestimmtes Gewicht erreicht hat. Der gefüllte Beutel, an dessen Öffnung sich ein Zapfhahn befindet, wird in einem Karton verpackt, der immer liegend gelagert werden sollte. „Durch den heißen Saft wird der Zapfhahn sterilisiert. Lagert man den Karton aufrecht, kommt der Saft nicht an den Hahn“, erklärte Stadler. [...]
[Text Donau-Post, Bilder Johann Festner]

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