Der Räuber Bim

Eingetragen am

10./11./17./18. Oktober 2009
Umjubelte Uraufführung

Die mehr als 20 Proben haben sich gelohnt: Die Nachwuchsdarsteller der Kolping-Theaterbühne ernteten vorgestern und gestern mit ihrem Zweiakter „Der Räuber Bim" viel Applaus und bereiteten den vielen Zuschauern im Schlosskeller eineinhalb vergnügliche Stunden.

Begonnen hatte alles damit, dass Hans Eigenstetter im Fundus von Sepp Wierer ein Bilderbuch aus dem Jahr 1961 über den Räuber Bim gefunden hatte. Sofort erkannte er das Potenzial, welches das Buch für eine Bühneninszenierung mit sich bringen würde. Er machte sich daran das Bilderbuch von Karl Heintz aus dem Jahr 1961 umzuschreiben und in ein Schauspiel zu verwandeln. Zusammen mit seiner Frau Traudl, wie Hans Eigenstetter eine begnadete Theaterspielerin, übernahm er auch die Regie und brachte mit den Nachwuchsdarstellern der Kolping-Theaterbühne das Stück auf die Bühne.

Als Ort ausgewählt wurde [...] der altehrwürdige Schlosskeller. Zu den jungen Darstellern wählte er mit Georg Walsberger einen der erfahrensten Theaterspieler des Wörther Ensembles hinzu. Damit aber noch nicht genug. Die Musiker Z´wiad und ein Film von Alfred Bemmerl wurden perfekt in die Inszenierung integriert. Beides sorgt für das Besondere an dem Zweiakter. [...]

Schon beim Betreten des Schlosskellers fiel den Betrachtern auf, dass sich das Team um Traudl und Hans Eigenstetter bereits mit dem aufwändigen Bühnenbild selbst übertroffen hatte. Ein Rathaus und ein Stadtturm stehen im Mittelpunkt des Bühnenbildes und lassen die Zuschauer mit weiteren Requisiten in das Jahr 1949 eintauchen. Viele Stunden haben dafür neben dem Ehepaar Eigenstetter Bühnentechniker Alois Gmeinwieser, Alfred Bemmerl und Franz Griesbeck aufgewendet. Die Arbeit hat sich jedoch gelohnt, denn nicht nur über das Bühnenbild kann in Superlativen gesprochen und geschrieben werden. Auch die Auswahl der Kostüme und die Leistungen der jungen Laiendarsteller-Truppe verdienen höchsten Respekt und Anerkennung.

Im Mittelpunkt des Zweiakters steht der Räuber Bim (Florian Stadler), der die Bewohner des Dorfes Unterleitmering in Angst und Schrecken versetzt. Der Bürgermeister (Georg Walsberger) setzt den Gendarmen Wimmerl (Pia Eigenstetter) an, um den Räuber zu fassen. Wimmerl kommt bei der Jagd jedoch nicht allzu weit: Zum einen hat er Angst, zum anderen schläft er in seinem Schlupfwinkel regelmäßig ein. Gut, dass es den kleinen Seppi (Michael Stadler) gibt. Sonst wäre der Kontakt zum Räuber wohl nie hergestellt worden. Um Leben im Dorf sorgen Seppis Mutter (Lena Griesbeck), der Bürgermeister (Georg Walsberger), Frau Brandmeier (Monika Rothermund), Frau Müller (Magdalena Piendl), die Berger-Oma (Theresa Schindler) und Anni (Juliane Stadler). Im zweiten Akt taucht noch ein Feuerwehrler (Robin Griesbeck) aus Oberleitmering auf, der für viel Wirbel sorgt. In die Geschichte mit eingebunden wurden ferner die vier Musiker von Z`wiad. Dies waren Josef Eicher, Martin Seidl und Reinhard Diener. Da Florian Eicher am Wochenende verhindert war, übernahm seinen Part Georg Kulzer.

Ein besonderes Highlight folgte im zweiten Akt. Alfred Bemmerl drehte einen Film, welcher für die Handlung wichtig ist und auf einer Leinwand über dem Bühnenbild gezeigt wurde. Viel Arbeit hatte bei der Aufführung Bühnentechniker Alois Gmeinwieser, der für die vielen Licht- und Toneffekte zuständig war. Die Aufgaben der Souffleuse übernahm Gaby Griesbeck. Um das perfekte Erscheinen der Darsteller kümmerten sich die Maskenbildnerinnen Elisabeth und Claudia Schneider.[...]


[Text Markus Schmautz, Donau-Post; Bild 1 und 2 Hans Eigenstetter, Bild 3 und 4 Markus Schmautz, Donau-Post]

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