Frauenleben - Die Hl. Johanna von Orleans

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Leben der Jeanne d’ Arc war Thema beim Frauenfrühstück

Das letzte Frauenfrühstück in diesem Jahr fand am Dienstagmorgen im Rathauscafé statt. Referentin Edeltraud Forster stellte die interessante Gestalt der heiligen Johanna von Orleans vor, auch als Jeanne d’ Arc bekannt. Etwa um 1330 begann in Frankreich der 100-jährige Krieg. Zu Ende dieser Zeit gab es die Vorstellung, dass eine Jungfrau erscheine und Frankreich befreie. In dieser Epoche war die Inquisition sehr aktiv. Frauen, die aufbegehrten, mussten mit dem Schlimmsten rechnen. Orleans wurde bereits ein Jahr belagert, der Fall dieser Stadt hätte wohl das Aus für Frankreich bedeutet. Mit Rüstung und Fahne, jeweils in Weiß, nahm Johanna an dem Kampf teil, der zur Befreiung von Orleans führte. Es lebten damals Männer, die sich gegen den Einfluss von Jeanne d’ Arc auf den König wandten. Der Burgunder-Herzog verkaufte sie für 10 000 Franken an England. Nach einem Prozess wurde Johanna verbrannt. Durch ein weiteres Urteil erfolgte 1456 ihre Rehabilitierung. 1909 wurde Jeanne d’ Arc selig und 1920 heilig gesprochen. Sie ist Schutzpatronin der Franzosen, der Telegrafie und des Rundfunks. Die Referentin wies darauf hin, dass Frauen damals fast rechtlos gewesen seien und wegen der Inquisition mit dem Tod rechnen mussten. Besonders gefährdet seien schöne Frauen beziehungsweise weibliche Personen gewesen, die etwas konnten. Edeltraud Forster sprach in diesem Zusammenhang von einem Holocaust an Frauen. Es habe aber auch viele Männer niedrigen Standes gegeben, die Opfer der Inquisition geworden seien.

Am Schluss fragte die Referentin, ob das Frauenfrühstück fortgesetzt werden sollte, was die Anwesenden nicht nur bejahten, die Veranstaltungen sollen künftig sogar alle zwei Monate stattfinden. Das nächste Treffen ist im Januar.
[Soller, Donau-Post]

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