Kinderkulturwochen - Straubinger Tagblatt

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Kindergruppe besichtigte Verlag und Druckerei.
Auch Sonderausstellung "150 Jahre Straubinger Tagblatt" im Gäubodenmuseum besucht.

Viele neue Eindrücke erhielten 13 Mädchen und Buben sowie einige Erwachsene, die am Freitag im Rahmen der Kinderkulturwochen einen Ausflug nach Straubing unternahmen. Dabei wurden die Sonderausstellung „150 Jahre Straubinger Tagblatt“, das Verlagsgebäude der Donau-Post am Ludwigsplatz und das neue, hochmoderne Druckzentrum am Asterweg besichtigt. Alle Teilnehmer waren von den Führungen begeistert.

Die Mädchen und Buben wurden von Petra Klesse und Christine Müller begleitet sowie an den drei Besichtigungsorten in der Gäubodenstadt von Heribert Seibold von der Marketing-Abteilung des Straubinger Tagblatts. Die jeweiligen Informationen waren kindgerecht aufbereitet. Dr. Stefan Maier, stellvertretender Leiter des Gäubodenmuseums, führte durch die Sonderausstellung „Gedruckte Zeit – 150 Jahre Straubinger Tagblatt“. [...] Unter den vielen Exponaten gibt es eine Kopie der ersten Ausgabe des Straubinger Tagblatts zu sehen: Mit einem Umfang von gerade einmal vier Seiten ist sie am 1. Oktober 1860 erschienen. Einige Meter entfernt befindet sich ein Ölgemälde mit dem Bildnis von Clemens Attenkofer, dem ersten Verleger des Straubinger Tagblatts. Am 2. Juli 1860 hatte der aus Landshut kommende Druckermeister an den Magistrat der Stadt Straubing das Gesuch gestellt, die Druckerei Franz Seraph Loreno kaufen und sich in der Stadt niederlassen zu dürfen. Dies wurde gewährt und das Unternehmen erhielt den Namen „Cl. Attenkofer‘sche Buch- und Kunstdruckerei“. Nach dem frühen Tod von Clemens Attenkofer heiratete dessen Witwe Josephine den Buchdrucker Georg Huber im Jahr 1870. Mit diesem Verleger begann die Entwicklung, andere Zeitungen dazuzukaufen beziehungsweise es entstanden Regionalausgaben.

1928 wurde die Wörther Volks-Zeitung und 1930 die Donau-Post erworben. Mittlerweile erscheint die Wochenendausgabe einschließlich der Regionalausgaben in einer Auflage von 143000 Exemplaren. Dr. Maier stellte auch andere Erzeugnisse des Verlages vor, so zum Beispiel den „Straubinger Kalender“ und Kinderbücher. A

nschließend marschierte die Gruppe zum Verlagshaus am Ludwigsplatz, wo Heribert Seibold die Führung übernahm. Dieser gab Erläuterungen zu den verschiedenen Redaktionen und Ressorts. [...]

Die letzte Station war das neue Druckzentrum am Asterweg. Dort erklärte Seibold die Entwicklung vom alten Setzkasten über die Bleisetzmaschine bis hin zur riesigen Druckmaschine mit vier 13 Meter hohen Türmen. Diese ist eine der modernsten ihrer Art und existiert weltweit in nur vier Exemplaren. In einer Sekunde werden 17 Meter Papier bedruckt. Seibold erläuterte die vielfältigen Arbeitsschritte, die nötig sind, damit in der Nachtschicht, die von 22 bis 5 Uhr dauert, die Zeitung hergestellt werden kann.

Bis zu 45000 Exemplare mit bis zu 64 Seiten können in einer Stunde in vollem Farbumfang bedruckt werden. Die Kinder wollten nun die Druckmaschine unbedingt in Aktion sehen, was allerdings dazu führte, dass der Ausflug etwas länger dauerte, als vorgesehen. Diese Vorführung war möglich, da der Kraftfahrzeugmarkt am Freitag bereits am frühen Abend gedruckt wurde. Die Kinder staunten über die technischen Möglichkeiten der neuen Maschine und traten beeindruckt die Heimfahrt nach Wörth an.

[Text und Bilder Donau-Post, Soller]

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