Klingendes Weltall

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Visuelle Reise bei „K.i.W.“-Abend mit musikalischer Begleitung zu fremden Planeten.

Die beeindruckenden Nahaufnahmen verfehlten ihre Wirkung nicht. Die faszinierenden Porträts, die fremde Galaxien und Himmelskörper vorstellten, waren eine Einladung, in Gedanken zu versinken und den Alltag einen Augenblick auszublenden. Der Titel „Klingendes Weltall“ war Programm und Orientierung [...] im Schlosskeller. Musik und Darstellungen formten ein einheitliches Stimmungsbild, das der Fantasie Raum verschaffte, das die Dimensionen, die Energie und die ursprüngliche Schönheit des Universums würdigte. Für die gut 100 Teilnehmer war der kurze Ausflug mit Dr. Andreas Segerer und dem Duo „Canto Di Cosmo“ zur Milchstraße und zu entfernten Galaxien schon ein besonderes Erlebnis. [...]

Das große Tor zum Thema versuchte Dr. Andreas Segerer bei seiner Einführung einen Spalt weit zu öffnen. Der Vorsitzende der Sternwarte Regensburg bezog sich wiederholt auf den Mathematiker und Forscher Johannes Kepler (1571 bis 1630), der einst mit einfachen Instrumenten wie Jakobstab und Galileo-Fernrohr Planetenbewegungen und Umlaufbahnen erkundete und völlig neue Erkenntnisse in der Sternenkunde gewonnen hatte. Auf diesen prinzipiellen Positionen basierten die weiteren Fortschritte im weiten Feld der Astronomie. Einige Beispiele, die dem heutigen Wissensstand entsprechen, listete der Gast in seinem Vortrag auf. Vor 13,7 Milliarden Jahren sollen demnach mit dem Urknall alle Entwicklungen ihren Anfang genommen haben; vor viereinhalb Milliarden Jahren soll das Sonnensystem entstanden sein; viereinhalb Milliarden Kilometer würden den Neptun und die Erde trennen, die als einziger der acht Planeten lebensfreundlich sei. [...]

Und doch sollte diese Veranstaltung keine „wissenschaftliche Lehrstunde“ werden. Dr. Andreas Segerer stellte ein anderes Ziel in den Vordergrund. Das Publikum sollte das Wesen dieser zauberhaften Welt und die gewaltigen Ausmaße in diesem Raum mit „Augen, Ohren, Gedanken und Gefühlen“ erfahren. Die Bilder des Hubble-Weltraumteleskops von den unterschiedlichen Formen, die auf der Großleinwand in leuchtenden Farben zu sehen waren, haben mit den „imaginären Sphärenklängen“, die das Duo „Canto di Cosmo“ (Heinz Grobmeier und Helmut C. Kaiser) mit Instrumenten wie Space-Drum, WuWu, Sansula und Schalmei erzeugte, eine meditative Atmosphäre geschaffen. Astronomie begreifen ! [...]


Text und Bild Donau-Post, Sepp Raith

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