Liquid Blue

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Konzertprogramm der besonderen Art.

Fünf erfahrene Profi-Musiker präsentierten am Freitag ein Konzertprogramm der besonderen Art. „liquid blue“ widmete sich ausschließlich der Musik von „Sting and the Police“. Dabei legen sie bei ihren Arrangements Wert auf eigene Interpretation und mieden jegliche Authentizität. Sie beherrschen Pop, Punk, Jazz, Gospel, Chanson,kehren aber immer wieder gern zu den Balladen zurück. So kamen auch Liebhaber akkustisch gespielter Musik voll auf ihre Kosten.

iquid blue, das sind Klaudia Salkovic (voc, accordeon), Stefan Lang (tp, flh, perc), Bernd Meyer (pno, rhodes, akkordeon), Judith Schmid (cello) und Rüdiger Eisenhauer (git).

Die Sängerin Klaudia Salkovic eroberte in Wörth sofort mit kraftvoller wie leidenschaftlicher Stimme ihr Publikum. Alle Songs vermittelten durch ihren eindringlichen Gesang ein besonderes, gelegentlich fast laszives Flair mit natürlicher diskreter Erotik.

Das hervorragende Zusammenspiel zwischen Musikern und Sängerin bewies, dass die Künstler mit Begeisterung hinter ihrer sehr persönlichen Musik stehen. Auch in ihrer außergewöhnlichen und sehr harmonischen Instrumentenwahl bewies die Gruppe im Schlosskeller kompetent, wie Musik sichtbar gelebt werden kann.

Mit dem Text „tief in die Sahara, im Palast eine Prinzessin“ sah sich eine verzückte Zuhörerin nach ihren Worten durch die Musik atmosphärisch in eine sandige Wüste versetzt.

Egal ob „Fields of Gold“ oder „King of Pain“: Den unvergleichliche Abend mit Gänsehaut-Atmosphäre fanden die Zuhörer „total super“. Aus dem nordrhein-westfälischen Mönchengladbach kommend erklärte ein Fan, die Anreise habe sich gelohnt, Salkovic sei „sehr stimmgewaltig“.

Die Veranstaltungen von Kultur-in-Wörth im Schlosskeller sind stets aus Sicherheitsgründen von Feuerwehrleuten gut bestückt. Vier der Uniformierten sah die Leadsängerin Salkovic von der Bühne aus im Hintergrund grooven. Doch auch Stefan Lang behielt das Temperamentbündel gut im Blickfeld, schließlich läuten für die beiden am Freitag die Hochzeitsglocken, verrieten sie dem Wörther Anzeiger.

[Text und Bild 1-3 Sibylle Schreiner, MZ]

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