Metal Met Our Town

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Metal Met Our Town

Heavy Music in alten Gemäuern.

"Metal Meets Our Town" ­ im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Wörth gaben sich am Samstagabend drei in der Szene namhafte Metal-Bands im Wörther Schlosskeller ein Stelldichein. Das Gewölbe hätte gut einige Gäste mehr vertragen. Nur rund 50 Metal- und Punk-Rock-Fans nutzten die Gelegenheit, Avian Flu , Cystallion und Savage Crow in historischem Ambiente live zu erleben.

Für den einen oder anderen Passanten mochte es am Samstagabend ungewöhnlich anmuten, aus den altehrwürdigen Mauern des Wörther Schlosses “Heavy Music zu hören. Man neigt doch allzu oft dazu, diesen Stil eher mit schweren Motorrädern und öligen Fabrikhallen in Verbindung zu bringen. Bei ihren Auftritten bewiesen die Musiker der drei Metal-Bands allerdings, dass sie recht gut in die historische Kulisse passten. Besonders bei den Musikern der Gruppe Crystallion dürfte die Location recht gut angekommen sein, da einige Mitglieder der Melodic-Metaller-Band bekanntermaßen ein Faible für die Zeit der Kreuzzüge haben. Ebenso wie Savage Crow, bei deren Musik es sich entgegen erster optischer Eindrücke nicht um Gothic, sondern um Melodic-Power-Metal handelt, heizten sie mit ihren Rhythmen kräftig an.

Für Liebhaber des Alternative-Punks setzten Avian Flu Akzente. Sollte es von Seiten der Musiker Ernüchterung hinsichtlich des spärlichen Publikumszulaufs gegeben haben, ließen sie es sich bei ihren durchweg soliden Darbietungen jedenfalls nicht anmerken.

Für die jungen Organisatoren des Veranstaltungsabends, die unter dem Dach von “Kultur in Wörth" in Zusammenarbeit mit Johann Festner schon oft erfahren mussten, wie schwer die Zielgruppe Jugend auch mit dem besten Programm zu erreichen ist, war die Gratwanderung, Heavy-Metal ins Programm zu nehmen, vorhersehbar. “Das ist nicht die Musik, die derzeit von der breiten Masse gehört wird", meinte der 20-jährige Martin Baumann. So hielt sich die Enttäuschung von Seiten des Jugendteams mit Michael Schindler, Lukas und Martin Baumann und Katharina Forster denn auch in Grenzen. Fest steht aber jetzt schon, dass diese Veranstaltung wohl die letzte im Stil von “Rock im Schloss³ war. Nach den Erfahrungen in der Vergangenheit soll das Konzept für das Jugendprogrammangebot von K.I.W. dahingehend verändert werden, künftig Veranstaltungen eher im Open-Air- oder Zeltfestival-Charakter anzubieten.

[Text und Bild 3: Eva Fichtner, Donau-Post]

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