Sünchinger Schlossmusik

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Sünchinger Schlossmusik

Tosender Applaus für Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Weihnachtsaktion Freude durch Helfen.

Tosenden Applaus gab es am Samstagabend am Ende des Konzertes des Ensembles “Sünchinger Schlossmusik". Die zahlreichen Besucher in der Wörther Schlosskirche waren begeistert von den Darbietungen. Die Veranstaltung fand m Rahmen der Weihnachtsaktion "Freude durch Helfen" des Verlags Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung und des Programms "Kultur in Wörth" statt und erbrachte den stattlichen Spendenbetrag von 530 Euro, der Bedürftigen zugute kommt.

Bereits eine Viertelstunde vor Beginn waren alle Sitzplätze in der Schlosskirche belegt. Eine ganze Reihe von Besuchern des Konzerts, das etwas länger als eine Stunde dauerte, musste stehen. Darunter waren auch einige Gäste aus Ungarn, welche sich die Veranstaltung nicht entgehen lassen wollten. Bürgermeister Anton Rothfischer nahm die Begrüßung vor und hob den wohltätigen Zweck des Konzerts hervor. Er wies darauf hin, dass die "Sünchinger Schlossmusik" das erste Mal in Wörth auftrete und hoffe, dass dies nicht das letzte Mal sein werde.

Zu Beginn waren klassische Melodien sehr bekannter Komponisten zu hören, so das Andante Grazioso, Sonate Nr. 11 KV 331, von Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 250. Mal jährte. Am Yamaha-Piano/Synthesizer spielte Renata Parlásková eindrucksvoll die ruhige, getragene Melodie, die kennzeichnend für die weitere Stimmung des Abends war. Dies passte hervorragend in die vorweihnachtliche Zeit und zum Christkindlmarkt, der zur gleichen Stunde im Schlosshof und in verschiedenen Räumen, wie dem Schlosskeller, stattfand. Die drei wunderbaren Stimmen von Astrid Schwesinger (Sopran), Ulrike Nester (Mezzosopran) und Eugenie Erner (Mezzosopran) erklangen anschließend bei "In mir klingt ein Lied" von Frederic Chopin.

Bei dem Stück "Jesu meine Freude" von Johann Sebastian Bach spielten Josef Duscher (Konzertgitarre) und Werner Güntner (Kontrabass), die bei den meisten anderen Darbietungen für die Begleitung sorgten. Die Schlosskirche St. Martin bildete natürlich den passenden Rahmen für Darbietungen geistlichen Inhalts. Nach dem Largo aus "Rinaldo" von Georg Friedrich Händel, dem Lied "Maria durch den Dornwald" und dem "Gesang der Engel" wandte sich das Ensemble auch Werken aus dem angelsächsischen Kulturbereich zu. Bei "Second Thoughts" von D. Qualey bewies Eugenie Erner ihr instrumentales Können auf der Oboe, deren ruhiger Klang die Schlosskirche erfüllte. Überhaupt waren sehr vielseitige Klänge an diesem Abend zu hören. Bei dem Lied "Die wunderbare Zeit" von John Hutter wechselten sich Astrid Schwesinger und Ulrike Nester im Gesang ab. Dabei war deutlich zu sehen, wie viel Spaß ihnen der Abend bereitete. Dass bei zahlreichen Komponisten des vergangenen Jahrhunderts der Rhythmus sehr an Bedeutung gewann, konnte man am Beispiel von Andrew Lloyd Webbers "I Don´t Know How I Love Him" aus “Jesus Christ Superstar³ gut erkennen. Diese Darbietung regte zum Mitwippen an. Bekannte Melodien, wie "Sleigh Ride" von Leroy Anderson, fast ein Ohrwurm, standen am Schluss des Programms. Dabei spielte Eugenie Erner auf dem Altsaxophon.

Nach lang anhaltendem Applaus gab das Ensemble zwei Zugaben, ein russisches Weihnachtslied und das Wiegenlied “Guten Abend, gute Nacht" von Johannes Brahms. Die "Sünchinger Schlossmusik" hat den vielen Besuchern nicht nur einen besinnlichen Abend bereitet, sondern durch ihren Verzicht auf eine Gage auche inen Beitrag zur Minderung des Leids von Bedürftigen geleistet.



(Text und Bild: Donau-Post, Reinhard Soller)

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