Vernissage Marta Mekker

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Farbiges Lob auf das ursprüngliche Leben

Künstlerin Marta Mekker berichtet in ihren Porträts über Personen und Landschaften.

"Ein Bild zu malen", schreibt Marta Mekker, in ihrer Kurzbiografie, "aus Ton zu modellieren, ganz gleich welche Arbeit, sie wirkt wie Balsam für die Seele." Diese entspannte Ruhe und friedliche Harmonie sind wesentliche Elemente in ihren ansprechenden Stimmungsbildern und ausdrucksstarken Skulpturen, die am Samstag im Schloss die Aufmerksamkeit des Publikums fanden. "Eine Bereicherung für Kultur in Wörth", wie Bürgermeister Anton Rothfischer bei der Vernissage feststellte. Wegen des Weihnachtsmarktes am kommenden Wochenende bei pro seniore" ist diese Ausstellung nur von kurzer Dauer. Die Exponate, samt und sonders in der erschwinglichen Preislage zwischen 50 und 500 Euro, haben den Gästen zugesagt. Stadt, Land und Menschen sind die Themen, die der Tegernheimer Künstlerin mit den familiären Wurzeln in Siebenbürgen zu denken geben, die sie berühren und beschäftigen. Diese Impressionen geben Empfindungen zu diesen ezugspunkten Ausdruck, sie respektieren und achten eine Welt, der Hast und Hektik noch fremd sind, die sich dem Zeitdruck und der Ungeduld ntzieht. Ihre emotionsreichen Werke ehren die bescheidenen, einfachen Gemütsmenschen, die sich noch nicht im Konsumrausch verloren haben, die eine übertriebenen Ansprüche stellen, die dankbar und zufrieden sind mit dem, was sie haben. Und sie bewundern eine Natur, in der die echnologische Entwicklung nicht auf Schritt und Tritt sichtbar ist. Gerade die beeindruckenden und bemerkenswerten Skulpturen der Malerin nd Bildhauerin, die seit Monaten den Senioren im Schloss ein Forum der kreativen Beschäftigung bietet, üben eine besondere Faszination aus. Die Darsteller verdienen dieses Interesse in der Tat. Da sind "Die Betrachter", die vereint grübeln und sich Gedanken über Gegenwart und ukunft machen, "Die Flüsterer", die hinter vorgehaltener Hand die wichtigsten Informationen austauschen und "Der Neugierige", der an der artenmauer Zeuge eines ungewöhnlichen Ereignisses wird. In kräftigen, farbenfrohen Öl- und Pastelltönen versichert Marta Mekker er Landschaft in Ungarn ihre Zuneigung. Die Gemeinde Hortobagyi, die sie in "Dämmerung" oder "Regen in der Puszta" so eindrucksvoll orstellt, liegt ihr ganz offensichtlich am Herzen. Diese Wahrnehmungen kombiniert sie mit der Präsentation von Personen, die sich anstandslos n diesen Rahmen einfügen. Ihre Gestalten werden für Gelassenheit und etwas mehr Gefühl, für Rücksicht, Toleranz, dafür, einmal abzuschalten nd sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. "Das Sonnenbad" vertritt diese Ansicht, das sich zwei hübsche Frauen im Liegestuhl gönnen, ebenso as Bild "Entspannung", das nach den Mühen des Tages die Lektüre eines guten Buches empfiehlt. In der Ruhe - so die Botschaft - liegt die Kraft. ie gebürtige Rumänin möchte aber auch mahnen, warnen, appellieren. In "Ausgrenzung" ergreift Marta Mekker Partei für das Schicksal von raurigen, verängstigten Kindern, denen Sorgen und Kummer die Lebensfreude nehmen. Diese Lebensfreude ist ihr aber ein großes nliegen. "Wenn diese Werke ein Lächeln ins Gesicht zaubern", so erklärte sie, "dann ist das Ziel schon erreicht."

[Text und Bilder: Donau-Post, Sepp Raith]

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