Aktuelles

Die Stiefmuatta, des Biest

Evi Huber und Chantal Obermeier sind nicht unbedingt Namen, die man bei Märchenfiguren vermuten würde. Was herauskommt, wenn zwei Männer das Märchen „Aschenputtel“ auf bairisch neu erzählen und ein bisschen modernisieren, erlebten rund 40 Zuschauer ab sechs Jahren am Sonntagnachmittag im Bürgersaal.Die Geschichte an sich blieb gleich, wenn auch leicht abgespeckt und an ein jüngeres Publikum angepasst. Die beiden Autoren, Komponisten und Schauspieler Heinz-Josef Braun und Stefan Murr schickten ihr Aschenputtel Evi Huber auf der Flucht vor ihrer biestigen Stiefmutter und deren verzogener Tochter auf eine spannende Abenteuerreise mit vielen Liedern. Die beiden sprachen alle Rollen selbst, und zwar so, wie man halt redet, ganz unmärchenhaft, lebensnah, und gerade für Kinder damit leicht zu verstehen. Eine Regel gibt es aber, an die sich auch umerzählte Märchen halten müssen – am Ende der Geschichte bekam die Evi ihren Prinzen. Und passende Schuhe.
[Text Eibl, Donau-Post]

In Hochform

Hannes Ringlstetter trat zweimal hintereinander in der Turnhalle auf

Dann eben aufgeteilt: Anstatt im Schlosskeller fand der Auftritt von Hannes Ringlstetter am Samstag in der alten Schulturnhalle statt. Weil dort nicht alle 300 Kartenbesitzer Platz hatten, gab es je eine Vorstellung für 150 Personen.

Glanz und Schatten

Wie prachtvoll waren die Goldenen Zwanziger ?

Die Goldenen Zwanziger waren längst nicht so golden, wie man sie sich heute vorstellt: Das ist die Quintessenz eines Vortrags, den Lena Schöberl, Josef Schindler und Johann Festner am Freitag im Bürgersaal gehalten haben. Dieser Vortrag war Teil einer Veranstaltungsreihe, die Kultur in Wörth initiiert hat.

„Wörthlichkeiten“ erkundet

Die Stadtwanderung mit Josef und Josef erinnerte an lange Vergangenes

Einblicke in längst vergangene Zeiten haben 98 Teilnehmer bei der Stadtwanderung mit Josef und Josef (Schütz und Schindler) am Sonntagnachmittag gewonnen. Los ging es in der Herrngasse, wo Josef Rieder im Jahr 1927 mit der Produktion von Limonade begann. In der Gasse wohnte auch der Landwirt Alois Schmelz, der den Markt Wörth am 25. April 1945 an die Amerikaner übergab – kampflos. Er war nach dem Krieg der erste Bürgermeister, wurde aber nach nur einer Gemeinderatssitzung wieder abgesetzt, wie Johann Festner zu berichten wusste.Die nächste Station war das Baugebiet Am Brand. Ludwig Schindler erinnerte an die bewegte Geschichte des dortigen Stadels, der bald zum vierten Mal umziehen muss. Josef Schindler trug eine Geschichte vor, die mit einem Augenzwinkern an die „Saugossn“ erinnert. So hieß damals eine Mulde am Brand, in die jeder seinen Unrat kurzerhand hineinwarf. Über die „hölzerne Reibn“, das Gschwelltal und die Schule gelangten die Wanderer zum Bach-Weiher. Dort erinnerte Alfons Fürst an Schrebergärten, die man für Flüchtlinge aus Ostpreußen und dem Sudetenland angelegt hatte. 1952 verschwanden die Gärten.
[Text Simon Stadler, Donau-Post]

Geh’ ma halt ins Wirtshaus

Den steten Wechsel von Melancholie und Beschwingtheit – mal ist die Krise fast schon vorbei, mal kommt sie umso mächtiger zurück – kann man ja nüchtern kaum noch ertragen. Die Drunken Lordz aus Wörth mit ihren irischen Volksweisen, Shantys und anderen – nunja – Trinkliedern passen da wie die Faust aufs Auge in diese verrückte Zeit.Und so war das K.i.W.-Konzert am Samstag in Weihern am See restlos ausverkauft. Gerne hätte man im Freien gespielt, aber der Regen hat auch das nicht erlaubt. So platzierten die Ehrenamtler das Publikum im geräumigen Wirtshaussaal, Türen und Fenster auf zum Durchlüften und schon konnte es schwungvoll losgehen.Marion Weickl (Querflöte, Whistles, Saxophon), „Johnny“ (Gesang, Gitarre, Percussion) und Thomas Hebauer (Akkordeon) sorgten vom Fleck weg für die dringend nötige Abwechslung. Ob mit Irish Folk, Hits von Santiano oder einer Drunken-Version des Partisanen-Schlachtlieds „Bella Ciao“: Wenig hätte zum Mittanzen gefehlt und die begeisterten Zuhörer sparten nicht mit Applaus. Auch der kann sich offenbar aufstauen und entladen.
[Text: Franz Nopper, Donau-Post]