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„Flez Orange“ entführte in die Welt neuer Klangfarben

Flez Orange“ begeisterte im Bürgersaal die rund 80 Besucher mit einer erfrischenden Vorstellung. Ihr zweiter Auftritt mit ihrem neuen Programm „Vielleicht morgen !“ versprach schon in der Ankündigung einen viel versprechenden musikalischen Abend im Rahmen der „K.i.W“-Veranstaltungsreihe.

Mit Klarinette, Geige, Akkordeon, Kontrabass und Percussion ausgestattet, tauchte „Flez Orange“ ein in die zauberhafte Welt, gemixt mit einem unverwechselbaren Cocktail mitreißender Musik. Natürlich wurde das Publikum mit einbezogen. Mit der „Klez Flez“-Ouvertüre „Heut liegt was in der Luft“ begann der Reigen ihres musikalischen Stils. Mit der „Sturmfrisur“ war ein Gewitter mit Windböe angesagt, ein Höhepunkt vor der Pause.

Auch der zweite Teil mit Eigenkompositionen, regionalen Zutaten und einem „Schuss Weltmusik“ gemixt, mit feuriger Leidenschaft auf der Bühne serviert, kam bei den Besuchern sehr gut an.

Mit den geforderten Zugaben „Tanztee“, „Lass das sein“ und mit dem ältesten Lied der Gruppe „Du bist wieder da“ ging ein mit viel Beifall bedachtes Konzert zu Ende.

[Horst Seppenhauser, Donau-Post]

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Neue Quellen zur Geschichte der Stadt erläutert Professor Fuchs referierte

Als großen Sohn Wörths bezeichnete Johann Festner am Freitagabend im Bürgersaal vor rund 100 Zuhörern Professor Franz Fuchs, der zum Thema „Neue Quellen zur Geschichte Wörths im späten Mittelalter“ referierte.

Überall ist Mittelalter! Das Mittelalter ist seit einigen Jahren wieder in Mode gekommen! Verschiedenste Veranstaltungen wie Märkte, Essensgelage oder historische Romane und Filme beschäftigen sich heute wieder mit dieser Zeit. Dem viel geschmähten Mittelalter verdanken wir jedoch sehr viel mehr, was selbstverständlich zu unserem Alltag gehört, wie Institutionen und Strukturen des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens, Wortschatz und Sprachmuster, Typen von Kunst und Literatur sowie Ordnungsformen des Wissens und anderes mehr. Auch die Grußworte „Grüß Gott“ (deus te salutat) und „Tschüss“ (adjes)“ sind Überlieferungen“, so der Professor. Seit dem 13. Jahrhundert habe die Kirche die Einflechtung des Gottesnamens in die Grußformeln bewusst angestrebt. Seit dem Mittelalter gäbe es auch keine neuen Stadtgründungen mehr, unsere Stadtbilder, wie auch in Wörth, seien sichtbare Zeichen dieser vergangenen Zeit.

Quellen durchforstet

Quellen sind Texte aus denen Kenntnisse gezogen werden können. Sehr viele Rechnungen aus Wörth seien heute noch erhalten. Sie betreffen vor allem die Kirche St. Peter mit dem Glockenturm, diese gehörte immer schon zur Pfarrei Wörth, und die Schlosskirche St. Martin sowie das Schloss Wörth, die beide im Besitz der Fürstbischöfe waren. In den Quellen wurde seit dem 13 Jahrhundert ein Vorgängerbau der Schlosskirche genannt. Auch die Ausgaben für den Weinbau und über die Fischereirechte seien belegbar, ebenso für Renten und Steuern. So ist ein Beleg über die gezahlte Judensteuer eines Jud von Werde und seinem Eidam (Schwiegersohn) überliefert. „Gerade die große Anzahl an Handwerkerrechnungen von Fuhrleuten, Fassbindern, Zimmerleuten, Dachdeckern erzählen greifbare Geschichten. Auch die Ausgaben der Durchreisenden wurden dokumentiert. So ist nachweisbar, dass König Sigismund von Luxemburg mit seiner Gattin Barbara im Jahre 1443 in Pfatter zur Verpflegung Halt machte.

Es wurde in Wörth aber nicht nur Wein hergestellt - eine Rechnung über 1000 gekaufte und gepflanzte Weinstöcke ist erhalten - er wurde angebaut und verarbeitet. Der Wein wurde mit Hefe versetzt und mit Salbei veredelt. Der so genannte Alantwein wurde für den Vizdom in Straubing produziert. Dieser Vizdom des Straubinger Ländchen musste einmal jährlich nach Den Haag reisen und seine Rechnungen vorlegen, die wiederum in das Staatsarchiv gelangten. Hierin ist folglich auch Wörth aufgeführt. Im 16 Jahrhundert ist dann das Bier in der Donaustadt angekommen.

In den ersten beiden Bänden der 50 noch vorhandenen Saalbüchern geht es auch um die Errichtung und Ausstattung von Frauenzimmern auf Schloss Wörth, die ab dem 16 Jahrhundert genannt wurden. Hierzu wurden Ziegel und Kalk in Regensburg gekauft und nach Wörth gebracht.

Ebenso sind Bilder Zeugnisse der Heimat. Das bekannte Gemälde „Donaulandschaft“ von Albrecht Altdorfer, das erste reine Landschaftsgemälde, das aus der Zeit des ausgehenden Mittelalters überliefert ist, zeigt Schloss Wörth, den Scheuchenberg und die Donau. Derzeit leiht es die Alte Pinakothek in München an das Kunsthistorische Museum in Wien aus.

Grabsteine an Pfarrkirche

Auch Grabsteine, die bei der Auflösung des ehemaligen Friedhofs um die Kirche, an der Kirchenwand angebracht wurden, sind Zeitzeugen früherer Standesordnungen. Eine Inschrift lautet: „Anno Domini 1479 an St. Ursula starb Ulrich Schmid Stifter der Prozession Gottsleichnam an die Kirche“. Dies bedeutet, dass Schmid eine Rente ein so genanntes „Ewiggeld“ angelegt habe, um jährlich die Fronleichnamsprozession zu bezahlen. Die Anordnung der Personen war ein Spiegelbild der Gesellschaft, eine Abstufung der Hierarchie. Die mächtigsten Personen führten die Prozession an, am Ende das Volk. Auf einem anderen Grabmal steht „an Pfinstag (Donnerstag) vor Laetare (Sonntag vor der Fastenzeit) verstarb der ehrwürdig Herr Stephan Münchmeier. Dieser hatte laut Saalbuch große Besitztümer in Kiefenholz, stammte jedoch aus Wörth. Er war Pfarrer in Wörth, hatte aber die Pfarrwürde jedoch nicht inne. Er hatte dafür zu sorgen, dass die Erträgnisse eingesammelt wurden und dass ein Vikar die Messe hielt.

Steinfigur des Hl. Petrus

Die wohl wertvollste Figur der Pfarrkirche befindet sich im Tympanon (Bogenfeld) des Portals. Sie ist eine Kopie, das Original befindet sich im Diözesanmuseum in Regensburg. In der Konsole trägt sie das Jahr 1464. Die beiden Wappen beziehen sich auf zwei Kanoniker des Regensburger Domkapitels, Johann Goldner und Franz Schlick. Der Kanonikus beziehungsweise Generalvikar Goldner war damals Pfarrer von Wörth, gleichzeitig war Schlick Kanonikus beziehungsweise Dompropst in Regensburg.

[Beate Geier, Donau-Post]

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Braun/Murr - Das Bayer. Tapfere Schneiderlein

Zum dritten Mal gastierten die Schauspieler und Musiker Stefan Murr und Heinz-Josef Braun im Bürgerhaus. In den vergangenen beiden Jahren hatten sie das Publikum mit den modernen Märchen vom „Bayerischen Schneewittchen“ und von den „Bayerischen Bremer Stadtmusikanten“ begeistert. Am Sonntag präsentierten sie ihr Werk „Das Bayerische Tapfere Schneiderlein“. Der gute Ruf eilte den beiden Gästen voraus. Der Bürgersaal war wieder bestens gefüllt.

Heinz-Josef Braun und Stefan Murr schlüpften in verschiedenste Charaktere, darunter zwei Riesen, ein Einhorn, ein wilder Eber, Fliegen oder Ratten. Im Mittelpunkt stand natürlich das Bayerische Tapfere Schneiderlein namens Franzerl, das zum Schluss die hübsche Königstochter samt ihrem Königreich gewinnen konnte. Zuvor musste er aber mehrere Heldentaten vollbringen, den König von sich überzeugen und den Nebenbuhler Jean Jaques von Paperlapapp ausstechen. Das Publikum, mit kleinen und großen Zuhörern bunt gemischt, wurde zum Mitmachen animiert. Es wurde geschunkelt, Angst eingeflößt, auf den Plätzen getanzt, gejammert und gesungen.

In den 75 Minuten der Präsentation blieb kein Auge trocken, es wurde geschmunzelt und schallend gelacht. Die beiden Darsteller bekamen zum Schluss tosenden Applaus. [...].

Am Ende der Vorstellung richtete Braun noch beste Grüße von sich und seiner Frau an einen besonders lieb gewonnenen Schauspieler-Kollegen aus. Der befand sich natürlich im Publikum: Sepp Wierer. Bei den Niederbayern-Krimis „Sau Nummer vier“ und „Paradies 505“ standen sie nämlich gemeinsam vor der Kamera.

[Text und Foto Schmautz, Donau-Post]

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Milorad Romic: Erinnerungen

Am Samstag war Milorad Romic, der sich als klassischer Gitarrenvirtuose einen Namen gemacht hat, Gast bei „K.i.W.“. Auch für den Regensburger, der 1992 im schrecklichen Bürgerkrieg seine Heimat Jugoslawien verlassen hatte, war das Konzert keine Premiere. Wie schon bei der Vorstellung im Rondellzimmer des Schlosses verzauberte er die Besucher mit einem feinen Vortrag. „Erinnerungen“ füllen die Kollektion der sanften Melodien, ansprechende, angenehme, wirksame Lieder wie „Adelita“, „Lagrima“ oder „Spanische Romanze“, die sich durch eine sehr festliche Note auszeichnen, bestimmen das Repertoire. Eine entspannte Atmosphäre schaffen seine Beiträge, die er auf einer CD eingespielt hat und den kleinen Kreis der Zuhörer ganz und gar überzeugt haben

[Text und Foto Sepp Raith, Donau-Post]

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Conny und die Sonntagsfahrer: Komm’ ein bisschen mit nach Italien

Welch ein Konzert! Nur Schlagermusik? Schlagermusik vom Feinsten. Schlager aus einer Zeit, als sie noch von richtigen Musikern gemacht wurden.